Wie sehen wir Lehren und Lernen

Hier  bei der Ankündigung für die edunauten fand ich folgende Übersicht. Und wurde an mein Studium erinnert und an meine Trainerinnenausbildung für die Stiftung Haus der kleinen Forscher vor einigen Jahren .

Den lehrenden Menschen als Lernbegleiter zu verstehen und den lernenden Menschen als freiwillig Lernenden, sowie Lehren als Möglichkeit, eigenständiges Handeln und Selbstwirksamkeit zu ermöglichen – das sind Prinzipien, die ich doch eigentlich verinnerlicht habe?!

Höchste Zeit, mich wieder zu erinnern!

Prinzipien, die für die Erwachsenenbildung schön länger gelten und die für das Lernen im virtuellen Raum noch bedeutsamer sind. Ich würde so weit gehen, zu sagen, dass es die Faktoren sind, die Online-Lernen erst „gut“ möglich machen.

Was bedeutet das?

Die Haltung:

Wir „Lehrende“ (Kursleiter*innen, Bildungsorganisatorinnen etc.) können auch uns gegenüber eine (ergebnis-)offene und ermöglichende Haltung einnehmen. Wir haben nicht die Antwort auf alles, und wir erarbeiten uns die methodischen und technischen Möglichkeiten, Antworten zu finden.
Wenn wir zeitgemäßes Online-Lernen – ich übernehme gerne diesen Begriff von oben – anbieten möchten, dann sind wir nicht mehr „die mit dem Wissen“, sondern „die mit den Fragen“. „Lernbegleiter*in“ ist der Begriff, den ich im Zusammenhang mit der frühkindlichen Bildung gelernt habe, und den ich auch gut in der Erwachsenenbildung sehe. „Lernarchitekt*in“ ist ein (für mich) neuer Begriff, der mir erst kürzlich begegnete. Der klingt für mich erst Mal eher technisch und passt somit gut zur Online-Umgebung. Der lehrende Mensch als Architekt der Lernumgebung. Da muss ich noch drüber nachdenken und lesen, spontan finde ich den Begriff sehr technisch und das Miteinander und die Kommunikation nicht ausreichend berücksichtigend.

Der Dialog

Wir können uns zusammenschließen oder uns bestehenden Gruppen anschließen und in den Austausch gehen. Wir können am EB-mooc teilnehmen und im Forum diskutieren. Wir können uns momentan bei den edunauten umschauen und dort konstruktiv und kollaborativ Inhalte gestalten. Wir können uns auf twitter anmelden, uns dort Gleichgesinnte suchen und darauf los diskutieren.

Das ist ungewohnt. Wir sind es nicht gewohnt, in einen Raum voller Menschen zu gehen und uns einfach in die Unterhaltung einzuschalten. Im Netz können wir das tun wenngleich es auch hier die Höflichkeit gebietet, sich zuerst vorzustellen. Zum Beispiel in einem Forumsbeitrag oder auf der eigenen twitter-Startseite. Wir können uns auch zuerst ein wenig in der neuen Umgebung umschauen, aber irgendwann sollten wir uns selber einbringen, wenn wir gesehen werden wollen und in den Austausch kommen möchten.

Auch stille Beobachter*innen sind in Ordnung, ich persönlich würde gerne ermuntern, sich einzubringen, denn die Willkommenskultur im Netz ist überwiegend freundlicher als manch eine*r erwarten würde.  

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Sehr spannend! Das sind Gedanken, die mich – wenn ich mal etwas Abstand habe – auch sehr beschäftigen. Viele Grüße Meike

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