Weihnachtskleid-Sew-Along (#wksa2020) Schnittwahl, Probeteil und Anpassungen

Wie schön, dass die Tradition des gemeinsamen, virtuellen Weihnachtskleid-Nähens auch in diesem Jahr Bestand hat!

Sew-Alongs sind schon eine feine Sache: viele Menschen nähen gemeinsam unter einem bestimmten Motto ein oder mehrere Stücke. Im letzten Jahr bin ich über das Schnitt-Kopieren nicht hinaus gekommen und habe den vorgesehenen Stoff inzwischen anders verwendet. Mal schauen, wie weit ich dieses Jahr komme, es schaut ganz gut aus.

In diesem Beitrag fasse ich Teil 1 – Pläne – und 2 – Es läuft wie am Schnürchen oder es wird Hilfe gebraucht – zusammen.

Pläne

Auf Instagram zeigte ich bereits die Schnitt- und Stoff-Auswahl für mein Weihnachtskleid 2020. Es gibt zwei Schnitte von The Assembly Line , die ich demnächst gerne nähen möchte:

  • D:102 Hoodie dress in dunkelblauem Jeansstoff
  • D105 Tulip dress in rotem Leinen mit Fischgratmuster
Schnitte und Stoffe

Entschieden habe ich mich erst Mal für das Hoodie dress. Das hat lange Ärmel und ist somit saisonaler. Mit dem Tulip dress kann ich ja dann während der Feiertage hoffentlich starten.

Probeteil

Bei Schnitten aus unelastischer Webware hatte ich in letzter Zeit häufiger Probleme mit der Bequemlichkeit. Das Ergebnis spannte am Rücken und vorne in der Armbeuge. Darum habe ich, obwohl es sehr leger geschnitten ist, ein Probeteil gemacht.

Also, ich weiß jetzt definitiv, warum der gängige Stoff für Probekleider meistens einfach nur simple weiße oder ungefärbte Baumwolle ist. Darum sind die Tragebilder heute in schlichtem Schwarz-Weiß gehalten, die gesamte Farbenpracht dieser Bettwäsche ist doch etwas viel 😉. Auf dem diesem Bild könnt Ihr einen Eindruck bekommen. Aber hej, der Stoff wurde von Paloma Picasso persönlich signiert!

der Stoff der Bettwäsche ist rot mit schwarz-gelben Ornamenten. Dicke, weiße Streifen mit schwarzem Rand verlaufen längs über den roten Teil.

Mit meinen Maßen war ich am oberen Ende der M-Skala und habe L zugeschnitten, in der Hoffnung, dass der Rücken breit genug ist.

Folge: Der Schulterbereich passt ganz gut, auch mit einem Shirt darunter und unterhalb des Armlochs ist das Kleid natürlich einiges zu groß.

(Ihr dürft nicht über die Fotos lachen!!)

Tragebild Probeteil

Außerdem sieht man, auch wenn es gar nicht figurbetonend ist, dass ich ein Hohlkreuz habe. Dort staucht der Stoff.

Tragebild Probeteil 2 und Detailansicht Rücken seitlich

Geplante Änderungen

Was werde ich also vor dem “richtigen” Zuschnitt ändern?

  • Beim vorderen und hinteren Oberteil wechsle ich zwischen Armloch und Taille die Größe von L zu M. Ausgeschnitten ist die Größe L, die pinke Linie ist die Größe M. Mit der blauen Linie habe die beiden Größen verbunden und werde unten M ausschneiden, der blauen Linie folgen und den oberen Teil belassen.
    Mir scheint das logisch, ich bin gespannt, ob das funktionieren wird?!
    Meine Methode nenne ich “intuitive Schnittmuster-Anpassung”, bisher hat tatsächlich es immer noch funktioniert.
    Was meint Ihr? Kann das funktionieren oder ist da irgendwo ein Denkfehler?
Änderungen am Schnitt (Oberteil)
  • Die Rockteile, Taschen und die untere Blende schneide ich in M zu. Ärmel und Kapuze bleiben in L. Die Ärmel bekommen möglicherweise noch zwei Zentimeter mehr Weite, da gibt es zum Beispiel bei pattydoo eine Anleitung
  • Damit der Stoff im Rücken nicht zu sehr staucht, nehme ich in der hinteren Taille zwei Zentimeter weg. Ihr seht die blaue Linie auf dem rechten Foto, das Stückchen kommt weg.
    Das beswingte Fräulein hat für die Hohlkreuzanpassung eine sehr umfassende Anleitung erstellt. Überhaupt sind die Anleitungen auf diesem Blog großartig gemacht!

Das Rückenteil wird nicht im Stoffbruch zugeschnitten, sondern hat eine Naht. (rechtes Bild) Seht Ihr, dass die Nahtlinie nicht ganz gerade verläuft? Das heißt, ein bisschen Hohlkreuz ist beim Schnitt wohl schon mitgedacht. Das habe ich noch nie gesehen, solche Details mag ich ja.

“Es läuft wie am Schnürchen oder es wird Hilfe gebraucht” lautet die Fragestellung für das zweite Treffen des Sew-Alongs. Ich würde sagen: Es geht langsam voran, da das nächste Treffen am 06.12. – “Auf der Zielgeraden oder noch kurzfristig für was ganz anderes entschieden” – stattfinden soll und das Linktool ja auch immer ein paar Tage offen ist, sieht es ganz gut aus.

Ich freue mich, dass die Crew vom Me-Made-Mittwoch-Blog auch dieses Jahr wieder zum gemeinsamen Weihnachtskleid-Nähen aufruft und reihe mich gerne mit ein in die Illustre Runde. Vielen Dank für Euren Einsatz!

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. V. vom Venn

    Ich meine in der Burda wird diese Art der Schnittanpassung sogar so beschrieben. Ein Probekleid aus Bettbezug ist doch mal der Knaller 😀 Viel Erfolg bei der Fertigstellung. Liebe Grüße Tina

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