Weihnachtskleid-Sewalong (#wksa) – Finale

Weihnachten schon fast vorüber und auch das Finale des diesjährigen WKSA, des Weihnachtskleid-Sewalongs auf dem Me-Made-Mittwoch-Blog.

Ich freue mich, dass er auch dieses Jahr stattgefunden hat und dass ich mit meinem Kleid dabei bin.

Brauche ich ein spezielles Kleid für Weihnachten?

Nein, überhaupt nicht. In der Tat brauche ich das auch in “traditionellen” Jahren nicht. Weihnachten verbringe ich meist sehr unspektakulär zuhause mit leckerem Essen, Spazierengehen und viel Gemütlichkeit.

Aber ich mag es, dass ich aus den letzten Jahren (bis auf 2019) meine speziellen Weihnachtskleider und einen -Rock habe und es macht mich beim Tragen froh, dass sie beim “gemeinsamen” Nähen entstanden sind.

Dieses Jahr also das Hoodie Dress von Assembly Line (hier beschrieben). Es ist schon jetzt ein Liebling im Schrank und ich freue mich, wenn ich es irgendwann mal auch richtig unter Leute ausführen kann. Bis dahin begleitet es mich beim Arbeiten und Couchen zuhause und auf Spaziergängen um die Parkinsel.

Ich habe tatsächlich für dieses Weite Kleid ein Probestück genäht und ich bin froh darum. Von der Kapuze bis zum Armloch habe ich die Größe L genäht, die dann bis zur Taille zu M ausläuft. Hinten in der Taillenmitte habe ich zwei Zentimeter per Hohlkreuzanpassung weg genommen, an den Ärmeln habe ich zwei Zentimeter in der Weite hinzugefügt. Dort ist jetzt möglicherweise ein wenig zu viel Stoff. Dafür spannt beim Bewegen und Arme nach vorne strecken nichts. Das mag ich bei Webwarekleidung überhaupt nicht, wenn ich den Eindruck habe, dass ich nicht mehr die volle Bewegungsfreiheit habe, was hier glücklicherweise gar nicht der Fall ist.

In die linke Seitennaht habe ich einen Reißverschluss eingefügt. Das wäre nicht nötig gewesen, doch auch hier mag ich es, wenn ich mich nicht eingeengt beim An- und Ausziehen fühle. Tatsächlich ziehe ich Kleider ohne Elastizität und ohne Knopfleistes oder Reißverschluss nicht so gerne an. Ist das nicht toll, dass ich es mir genau so gestalten kann, wie ich es gerne habe?!

Die Nähte sind teilweise rot abgesteppt und hinten an der Kapuze ist ein roter Aufhänger – eine ehemalige Gürtelschlaufe eines nie vollendeten roten Jeansrockes.

Ich hoffe, Ihr hattet alle schöne Feiertage und könnt die Zwischen-Jahreszeit genießen.

Trotz allem.

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Weihnachtskleid-Sew-Along (#wksa2020) Zwischenstand

Am gestrigen Samstag schenkte ich mir Nähzeit und bin ein gutes Stück voran gekommen mit dem Weihnachtskleid.

Nach Probeteil und Anpassungen musste das Stück eine Weile ruhen, doch nun bin ich wieder zuversichtlich, das Hoodie Dress von Assembly Line bald fertig stellen zu können.

Mein gewählter Stoff ist ein leichterer Jeansstoff (Washed Cotton Denim Dark von Mind The Maker) in einem wunderbaren, typischen Jeans-Dunkelblau.

Das Nähen dieses Stoffs geht gut von der Hand, der Stoff lässt sich prima verarbeiten und gut bügeln.

Ich habe mich für rote Absteppungen entschieden. Da ich jedes Mal den Faden wechseln muss,  nähe ich an verschiedenen Stücken immer die erste Naht und steppe dann alle möglichen Nähte gemeinsam ab, um dann den Faden wieder zu wechseln und den nächsten Schwung möglicher Verbindungsnähte zu machen und so weiter.

Als nächstes kommt der Beleg an die Kapuze und die Kapuze ans Kleid. Dann sind die Ärmel einzusetzten und Ärmel- und Saumbund anzubringen. Im folgenden linken Foto seht Ihr meine To-Do-Liste.

Theroetisch gar nicht mehr soviel. Praktisch: Mal schauen, welche Tücken sich noch auftun!

Ich freue mich jetzt auf meinen Spaziergang durch Eure Zwischenstände und wünsche rundum einen schönen Nikolaus-Adventssonntag, macht es Euch gemütlich und muckelig!

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Weihnachtskleid-Sew-Along (#wksa2020) Schnittwahl, Probeteil und Anpassungen

Wie schön, dass die Tradition des gemeinsamen, virtuellen Weihnachtskleid-Nähens auch in diesem Jahr Bestand hat!

Sew-Alongs sind schon eine feine Sache: viele Menschen nähen gemeinsam unter einem bestimmten Motto ein oder mehrere Stücke. Im letzten Jahr bin ich über das Schnitt-Kopieren nicht hinaus gekommen und habe den vorgesehenen Stoff inzwischen anders verwendet. Mal schauen, wie weit ich dieses Jahr komme, es schaut ganz gut aus.

In diesem Beitrag fasse ich Teil 1 – Pläne – und 2 – Es läuft wie am Schnürchen oder es wird Hilfe gebraucht – zusammen.

Pläne

Auf Instagram zeigte ich bereits die Schnitt- und Stoff-Auswahl für mein Weihnachtskleid 2020. Es gibt zwei Schnitte von The Assembly Line , die ich demnächst gerne nähen möchte:

  • D:102 Hoodie dress in dunkelblauem Jeansstoff
  • D105 Tulip dress in rotem Leinen mit Fischgratmuster
Schnitte und Stoffe

Entschieden habe ich mich erst Mal für das Hoodie dress. Das hat lange Ärmel und ist somit saisonaler. Mit dem Tulip dress kann ich ja dann während der Feiertage hoffentlich starten.

Probeteil

Bei Schnitten aus unelastischer Webware hatte ich in letzter Zeit häufiger Probleme mit der Bequemlichkeit. Das Ergebnis spannte am Rücken und vorne in der Armbeuge. Darum habe ich, obwohl es sehr leger geschnitten ist, ein Probeteil gemacht.

Also, ich weiß jetzt definitiv, warum der gängige Stoff für Probekleider meistens einfach nur simple weiße oder ungefärbte Baumwolle ist. Darum sind die Tragebilder heute in schlichtem Schwarz-Weiß gehalten, die gesamte Farbenpracht dieser Bettwäsche ist doch etwas viel 😉. Auf dem diesem Bild könnt Ihr einen Eindruck bekommen. Aber hej, der Stoff wurde von Paloma Picasso persönlich signiert!

der Stoff der Bettwäsche ist rot mit schwarz-gelben Ornamenten. Dicke, weiße Streifen mit schwarzem Rand verlaufen längs über den roten Teil.

Mit meinen Maßen war ich am oberen Ende der M-Skala und habe L zugeschnitten, in der Hoffnung, dass der Rücken breit genug ist.

Folge: Der Schulterbereich passt ganz gut, auch mit einem Shirt darunter und unterhalb des Armlochs ist das Kleid natürlich einiges zu groß.

(Ihr dürft nicht über die Fotos lachen!!)

Tragebild Probeteil

Außerdem sieht man, auch wenn es gar nicht figurbetonend ist, dass ich ein Hohlkreuz habe. Dort staucht der Stoff.

Tragebild Probeteil 2 und Detailansicht Rücken seitlich

Geplante Änderungen

Was werde ich also vor dem “richtigen” Zuschnitt ändern?

  • Beim vorderen und hinteren Oberteil wechsle ich zwischen Armloch und Taille die Größe von L zu M. Ausgeschnitten ist die Größe L, die pinke Linie ist die Größe M. Mit der blauen Linie habe die beiden Größen verbunden und werde unten M ausschneiden, der blauen Linie folgen und den oberen Teil belassen.
    Mir scheint das logisch, ich bin gespannt, ob das funktionieren wird?!
    Meine Methode nenne ich “intuitive Schnittmuster-Anpassung”, bisher hat tatsächlich es immer noch funktioniert.
    Was meint Ihr? Kann das funktionieren oder ist da irgendwo ein Denkfehler?
Änderungen am Schnitt (Oberteil)
  • Die Rockteile, Taschen und die untere Blende schneide ich in M zu. Ärmel und Kapuze bleiben in L. Die Ärmel bekommen möglicherweise noch zwei Zentimeter mehr Weite, da gibt es zum Beispiel bei pattydoo eine Anleitung
  • Damit der Stoff im Rücken nicht zu sehr staucht, nehme ich in der hinteren Taille zwei Zentimeter weg. Ihr seht die blaue Linie auf dem rechten Foto, das Stückchen kommt weg.
    Das beswingte Fräulein hat für die Hohlkreuzanpassung eine sehr umfassende Anleitung erstellt. Überhaupt sind die Anleitungen auf diesem Blog großartig gemacht!

Das Rückenteil wird nicht im Stoffbruch zugeschnitten, sondern hat eine Naht. (rechtes Bild) Seht Ihr, dass die Nahtlinie nicht ganz gerade verläuft? Das heißt, ein bisschen Hohlkreuz ist beim Schnitt wohl schon mitgedacht. Das habe ich noch nie gesehen, solche Details mag ich ja.

“Es läuft wie am Schnürchen oder es wird Hilfe gebraucht” lautet die Fragestellung für das zweite Treffen des Sew-Alongs. Ich würde sagen: Es geht langsam voran, da das nächste Treffen am 06.12. – “Auf der Zielgeraden oder noch kurzfristig für was ganz anderes entschieden” – stattfinden soll und das Linktool ja auch immer ein paar Tage offen ist, sieht es ganz gut aus.

Ich freue mich, dass die Crew vom Me-Made-Mittwoch-Blog auch dieses Jahr wieder zum gemeinsamen Weihnachtskleid-Nähen aufruft und reihe mich gerne mit ein in die Illustre Runde. Vielen Dank für Euren Einsatz!

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